Bevor Kinder das Alter von zehn Jahren erreichen, klagen sie selten über Rückenschmerzen. Falls doch, dauern die Schmerzen ungefähr einen Tag an, und dann wird das Problem nicht wieder erwähnt. Oftmals verbleibt ein Wirbel in seiner Fehlstellung (ist ‚subluxiert' ) und die biegsame Wirbelsäule des Kindes passt sich an die Situation an.
" Wie der Baum gebeugt wird, so wächst er." Ist ein altes Sprichwort, dass gewiss auch auf die Wirbelsäule zutrifft. Fehlstellungen in einer jungen Wirbelsäule können Verkrümmungen hervorrufen, die dann Wirbelsäulenprobleme im Erwachsenenalter bedingen. Eine Verkrümmung ist eine anormale Wirbelsäulenkontur. Skoliose ist bestimmte Art der Verkrümmung mit einer anormalen seitlichen Krümmung. Der Verlauf der Skoliose zeigt sich wie folgt:
Zuerst entwickelt die Wirbelsäule keine normalen Vorwärts- und Rückwärtsbögen. Daher müssen die Bandscheiben ein ungewöhnlich hohes Gewicht tragen. Dann, als Folge davon, verrutscht der Mittelpunkt der Bandscheiben auf eine Seite, und die Wirbel kippen zu der anderen Seite, ähnlich wie bei einer Wippe. Diese Fehlstellung, Subluxation genannt, lässt die Wirbelsäule zur Seite kippen. Um diese Krümmung auszugleichen, kippt die Wirbelsäule an einer anderen Stelle zur anderen Seite und das Ergebnis ist eine Skoliose.
Amerikanische Chiropraktische Behandlung hat sich oft als effektivstes Mittel erwiesen, diese Verkrümmungen zu kontrollieren und zu korrigieren.
Dr. Fred H. Barge führt in seinem Buch "Skoliose" aus:
"Schon in sehr jungem Alter ermutigen Schaukeln, Laufhilfen und Laufställe Kinder dazu, zu früh mit dem Laufen zu beginnen. Gymnastische Übungen in der Schule wie Sit-Ups und Rumpfbeugen sind schädlich für die einwandfreie Entwicklung der normalen Wirbelsäulenkontur. Auch das erzwungene ganztägige Stillsitzen in der Schule trägt zur falschen Entwicklung der normalen Wirbelsäulenkrümmung bei. All dies kann zur Ausbildung von Verkrümmungen und Skoliose führen. Wenn dieses Problem bei einem Kleinkind früh genug festgestellt wird, kann es oft noch ausgerichtet werden. Regelmäßige chiropraktische Kontrollen, besonders nach einem schweren Sturz oder sportlichen Aktivitäten, können Wirbelsubluxationen und somit Nervenblockaden feststellen.
Chiropraktische Wirbelsäulenjustierung kann diese Fehlstellungen korrigieren und die Wirbelsäule in ihre richtige Position zurück bringen."
Es gibt sicherlich auch noch andere Gründe für Verkrümmungen. Erblich bedingte Entwicklung, ein kürzeres Bein, Becken (Hüft)verdrehungen, bestimmte Krankheiten, all dies kann zur Ausbildung von Verkrümmungen beitragen; aber Früherkennung und chiropraktische Behandlung können weiteren Verkrümmungen vorbeugen. Operationen und Spreizung sind in seltenen Fällen notwendig, aber Kontrolle und Verminderung durch amerikanische chiropraktische Behandlung sollten in allen Skoliosefällen als Erstes in Betracht gezogen werden. Das Korsett ist leider in Deutschland noch sehr verbreitet, ganz zum Gegenteil zur USA.